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...unsere Leidenschaft ist das besondere Motiv!

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Unsere Fototipps:

HDR (high dynamic range)…

HDR bedeutet im Grunde nichts anderes, als mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen von ein und demselben Objekt zu machen. HDR wird besonders dafür benutzt um sehr hohe Dynamikumfänge (also den Umfang zwischen der hellsten zur dunkelsten Bildstelle) einzufangen. Es wird gesagt, dass das Auge etwa 20 Lichtwerte zwischen weiß und schwarz einfangen und ausgleichen kann. Dies kann keine einzige Kamera. Da aber der Hell-Dunkel-Umfang (Dynamikumfang) eines Objektes durchaus diesen Rang (20 Lichtwerte) erreichen kann und keine Kamera dies bewältigt, wurde die HDR-Fotografie erfunden. Merke: HDR: Ist das Einfangen von hohen Dynamikwerten, um diese im Bild sichtbar zu machen! Es funktioniert wie folgt, wenn es gut werden soll: Objekt mit hohem „Dynamikumfang“ - starke Hell-Dunkel-Kontraste, wie z.B. dramatischer Sonnenuntergang (es gibt viele andere Beispiele) Einrichten der Kamera (nie ohne Stativ) auf das Objekt Mit automatischem Weißabgleich die Belichtung feststellen – Annahme: Zeit 1/100, Blende 8, ISO 100 – (Andere Einstellungen sind selbstverständlich auch möglich) Kamera auf manuell stellen und diese Werte einrichten Mit Autofokus auf das Objekt scharf stellen Diese Einstellung so lassen und Autofokus abstellen und nicht mehr anrühren Dann ein Bild mit der normalen – eben festgestellten – Belichtung machen Anschließend ein weiteres Bild mit einem Lichtwert überbelichten – nie die Blende verändern, sondern immer nur die Zeit Dann ein weiteres Bild mit einem LW unterbelichten, siehe Überbelichten Eine Belichtungsreihe könnte z.B. so aussehen: Normal=1/100 – Über=1/50 – Unter=1/200 Wenn alles gut gelaufen ist, dann hat man drei gleiche Bilder mit drei unterschiedlichen Belichtungen im Kasten Damit wäre der Vorgang des Aufnehmens abgeschlossen Es geht auch mit mehr als drei Belichtungen zu machen, z.B. mit Drittel-Lichtwerten oder mit fünf oder sieben unterschiedlichen Belichtungen; dies ist aber nicht unbedingt erforderlich. Merke: Es gibt auch Kameras, die machen diese Belichtungsreihe – wenn die Einstellung vorher festgelegt ist - auch automatisch. Dies geht über das sogenannte Bracketing, also die Einrichtung an der Kamera, mit der man drei oder mehr Aufnahmen machen kann und die verschiedenen Belichtungen automatisch eingerichtet sind. Anschließend muss diese Bildreihe zusammen gebracht werden. Dies geht mit verschiedenen Programmen, auch welche, die kostenlos sind. Sowohl Lightroom als auch Photoshop können dies, sind aber meines Erachtens nicht so besonders gut. Ich arbeite mit „Photomatix Pro“ - ein sehr gutes Programm; leider nicht kostenlos. Zur Zeit kostet es - glaub ich - ca. 70 €. Die Zeitschrift „Chip“ sagt, folgende kostenlose Programme sollen auch ganz gut sein: „Luminanc HDR“, „Fusion Free“ und „HDR-Express“. Derartige Programme verrechnen die drei (oder mehr) eingeladenen Fotos in einem sogenannten „Tonemappingverfahren“ letztendlich zu einem HDR-Bild, welches den hohen Dynamikumfang auf jeden Fall sichtbar macht. HDR-Bilder haben manchmal eine etwas eigenwillige Anmutung und nicht jeder mag diese Bilder.

BLENDE UND BELICHTUNGSZEIT…

Die Blende ist ein aus sechs bis neun Lamellen bestehendes Gebilde, welche sich beim Fotografieren entweder öffnet (kleine Blende- 2.8 - große Öffnung) oder schließt (große Blende-22 - kleine Öffnung)! Meist sitzt die Blende im Objektiv und wird über die Kamera dort auch betrieben. Sie hat sehr großen Einfluss bei der Bildgestaltung. Hier soll - so knapp es geht - versucht werden, die verschiedenen Einflüsse der Blende auf das Foto darzustellen. Jede volle Blendenzahl (2.8, 5.6,11, 22) bedeutet einen Lichtwert (LW), d. h. eine Lichtverdoppelung oder eine Lichthalbierung. Ähnlich wie bei der Belichtungszeit. Die Blendenöffnung kennzeichnet die Lichtmenge in der Fotografie, also wieviel Licht (in Abhängigkeit zur Belichtungszeit) auf den Sensor fällt. Mit der Blende kann auch sehr stark auf die sogenannte "Schärfentiefe" oder "Tiefenschärfe" (über den richtigen Begriff streiten sich die "Experten) Einfluss genommen werden; also über den Bereich im Bild, der vom Vorder- bis in den Hintergrund scharf abgebildet werden soll. Es gibt eine "Faustregel" die besagt: je größer das Loch (Blende) ist, je kleiner (kürzer) ist der Schärfebereich (Schärfentiefe) und natürlich umgekehrt. Die ist aber auch abhängig davon, welche Objektivbrennweite man verwendet! Soweit zur technischen Seite der Blende! Mindestens ebenso wichtig ist das Wissen um die Blende im Hinblick auf die Bildgestaltung. Sie hat großen Einfluss auf die Bildwirkung. (z.B. kann sie darüber entscheiden, ob ein Bild langweilig aussieht oder, bei entsprechend anderer Einstellung ein hinsehenswertes, dramatische Bild zustande kommt!) - gemeint ist hier ein und dasselbe Objekt. An zwei Beispielen soll diese Aussage erläutert werden (der ganze, große Rest muss durch üben, probieren, üben, probieren selbst "erarbeitet" werden) 1. Ein Portrait: Es gibt Portraits die mit zu kleiner Blende (kleines Loch - große Zahl) aufgenommen werden; diese sind meist/selten okay, aber reißen niemand vom Hocker. Dann gibt es natürlich die richtig guten Portraits, die man lange anschaut, da sie durch eine richtige Blendeneinstellung (großes Loch - kleine Blendenzahl) geradezu aus "dem Bild heraus springen" und dadurch eine hinsehenswerte Dramatik entwickeln. Wer es nicht glaubt, sollte es unbedingt ausprobieren! 2. Eine Landschaftsaufnahme: Auch hier spielt die Blende eine große Rolle. Bei einer guten Landschaftsaufnahme kommt es - meistens - darauf an, dass der auf dem Bild zusehende Teil gut erkennbar und scharf abgebildet ist. Ist dies nicht der Fall, dann wirkt eine Landschaftsaufnahme meist nicht und man sieht darüber hinweg. (Selbstverständlich gibt es Aussnahmen). Um ein solches Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, dass die Blende mit einer kleinen (kleineren) Öffnung eingestellt ist, z.B. 16 oder 22. Verbunden mit dem richtigen Licht, werden solche Landschaftsaufnahmen zu wunderbaren, aussagekräftigen Bildern. Auch hier: Wer es nicht glaubt, sollte es unbedingt ausprobieren! DIE BELICHTUNGSZEIT. Die Belichtungzeit kennzeichnet die Lichtdauer die während der Belichtung auf den Sensor fällt. Auch sie beeinflusst die Bildwirkung sehr stark, kommt aber aus einer anderen Ecke. Mit der Belichtungszeit entscheide ich z.B. darüber, ob das Bild verwackelt ist oder nicht. Es gibt auch hier eine Faustregel (die trotz aller und teilweise wirklich guter Stabilisatoren in Kamera und/oder Objektiv) immer noch einen guten Wert darstellt. Sie lautet: Brennweite (60mm) gleich Belichtungszeit (1/60 Sek.)! Mit einer solchen Einstellung ist man auf der sicheren Seite und die Bilder werden nicht verwackelt sein. Platt wie einfach! Aber bitte beachten: Diese Faustregel gilt für das Vollformat, für das Halbformat (APSC-oder kleiner MFT) muss der Verlängerungsfaktor berücksichtigt werden, sonst kann es wieder zu Verwackelungsunschärfen kommen. Dies ist deshalb wichtig, weil in der Fotografie, der jeweilige Augenblick unwiederbringlich weg ist, und man sich dann deshalb in den A.... beißen kann, wenn man dies vergessen hat. Hier das Beispiel für das Halbformat (APSC): Auf dem Objektiv steht auch 60mm. Durch den Verlängerungsfaktor (meist x 1,5 - Canon x 1,6 - MFT x 2,0) hat dieses Objektiv tatsächlich aber die Brennweite von 60mm ( x 1,5 = 90mm - 1/90 Sek.! Je länger die Brennweite, je mehr spielt dies eine Rolle. Mit der Belichtungszeit kann man auch die Bildschärfe beeinflussen. Wenn z.B. Bewegungsunschärfe im Bild eine Rolle spielen soll (eine absichtliche, meiste einzelne Bildteile betreffende Unschärfe), dann ist es wichtig eine eher etwas längere Zeit als normal zu nehmen. Umgekehrt muss die Belichtungszeit sehr viel kürzer sein, wenn man z.B. Usain Bolt im Vorbeilaufen scharf abbilden will. Soweit zur Belichtungszeit. Falls ich etwas vergessen haben sollte, bitte ich um Hinweise. - 02.08.2018 - KR

Der Versuch Kohlmeisen beim Nestanflug zu

fotografieren („einzufrieren“)…

Wenn man solch ein Bild einigermaßen hinbekommen hat, freud man sich sehr! Es ist nämlich keineswegs einfach, ein solches Foto in den „Kasten“ zu kriegen. Nistkasten hängen in aller Regel mit einer Schraube an einer (Holz)-Wand etc. verbunden, im Freien. Das Einflugloch ist also in einer bestimmten Höhe vom Boden aus gesehen. In diese Höhe muss die Kamera, mit einem Stativ verbunden, gebracht werden. D.h. das Stativ mit Mittelsäule muss diese Höhe also erreichen. Dann spielt das Licht eine große Rolle. Bei mir war es leider nicht gut, da der Nistkasten in einem Schattenteil meiner Hütte liegt und damit wenig Licht vorhanden ist. Was zur Folge hatte, das ich mit der ISO-Zahl sehr hoch gehen musste. ISO 4000 reicht leider nicht… Tja, und der Autofocus ist auch nicht zu gebrauchen, da er für das eigentliche Foto keinen messbaren Kontrast zur Verfügung hat. Was tun (würde Lenin fragen)? Der Focus muss in zwei Richtungen richtig eingestellt sein: Einmal vom Objektiv bis zum Einflugweg nach vorn. Zum Zweiten muss die Linse (in etwa) auf der Höhe des Einflugloches liegen, damit man den äußerst schnell fliegenden Vogel auch erwischt. Wenn das Stativ für die Einfluglochhöhe reicht, ist alles okay. Aber für den Focus nach vorn, ist Geduld und Phantasie gefragt. Bei mir ging es so: Ein Klappgartenstuhl vor den Nistkasten gestellt, als Halterung für eine Gartenharke, dessen Stiel so hoch war, das er Einfluglochhöhe erreichte. Kamera wird auf das Stativ moniert, etwa so weit vom Einflugsloch entfernt, wie es die Anfangsentfernung des Objektives zulässt. Dann Kameraausschnitt ausrichten (muss ziemlich genau in Flugbahn des Vogels liegen) und soweit vom Nistkasten entfernt, das dieser nicht mit aufs Bild kommt. Dann Fernbedienung (vorzugsweise Funkfernbedienung, da damit der Abstand zur Kamera groß gehalten werden kann und die Vögeln nicht scheuen) und Kamera Serienbildauslösung stellen und erste Probeaufnahmen machen. Meist muss man nochmal nachregulieren, aber nach einer Zeit klappt es. Mit etwas Geduld und hoher Reaktionsfähigkeit gelingt dann alsbald das erste Foto; so einigermaßen…

STARTRAILS (Sternebahnen)…

Um mit der "Startrailfotografie" erfolgreich zu sein, muss man einige wenige Vorraussetzungen erfüllen und beachten! Reine "Sternenstriche" bekommt man recht leicht; dafür sind nur folgende Dinge zu beachten: Kamera - letztendlich egal Objektiv; möglichst weitwinkelig und wenn möglich lichtstark - F 2.8 wäre nicht schlecht Alle Einstellungen manuell Es gilt für Vollformat folgende Objektiv/Belichtungszeit-Umrechnungsregel: 500 geteilt durch Brennweite = die längste Zeit, die für dieses Objektiv zur Verfügung steht Für Halbformat (APSC) gilt folgende Objektiv/Belichtungszeit-Umrechnungsregel: 300 geteilt durch Brennweite = die längste Zeit, die für dieses Objektiv zur Verfügung steht Diese Einstellung ist wichtig dafür, das bei jeder Aufnahme der/die Sterne scharf abgebildet werden und keine Striche ziehen. Beispiel: APSC-Kamera mit 17 mm Objektiv - 300 geteilt durch 17 = 17,64 - die längste Belichtungszeit also 17 Sek. Wer es aufwändiger will, muss noch ein weiteres Bild machen um z.B. einen Vordergrund zu erhalten. Man kann diesen auch gleich mit einarbeiten beim Fotografieren Dieser kann mit Taschenlampe angeleuchtet und mit den Gesamtbildern verrechnet werden Wer einen Bahnenkreis erreichen wll, muss sicher - na ja - 500 bis 800 Bilder machen, was - je nach Objektiv - eine lange Nacht werden kann. Aber dieser Somme läßt sich sowieso viel besser des Nachts ertragen; also warum nicht gleich anfangen Mit Fernbedienung und evtl. Timer diese Zeit einstellen, offene Blende einrichten, ISO auf 200 aufwärts; (je nach Lichtstärke des Objektivs) mit der Monitorlupe auf die Sterne scharfstellen und s starten; das war es schon eigentlich... ...Eigentlich Abschließend müssen diese Bilder (in dem rechten Beispiel sind es 59) noch zusammen gesetzt werden. Dies geht sicher mit Photoshop, aber viel leichter mit dem kostenlosen Programm "StarStax", welches man aus dem Internet herunter laden kann. Die Bildmenge in das Programm einladen und es nur noch verrechnen lassen und schon hat man seine "Startrails". Anschließend kann man (sollte man vielleicht auch) noch weitere Korrekturen machen, damit das Ergebnis noch eindrucksvoller wird... 01.08.2018 - KR PS: Folgende Utensilien helfen sehr bei der "Arbeit": Stativ Fernauslöser Starke Taschenlampe oder Stirnlampe, am besten beides beste Sicht zum Himmel; den Mond - so schön er auch sein mag - kann man bei Sternenfotografie überhaupt nicht gebrauchen Einen Platz dafür suchen, der ca. 40 bis 60 km von jeglicher Großstadt entfernt ist (sogenannte Lichtverschmutzung) Für den Sternenkreis muss der Polarstern (ich glaub auch Polaris genannt) anvisiert werden. Dieser hat die engste Laufbahn und die übrigen Sterne drehen sich um den... Je nach Jahreszeit Kalt- oder Heißgetränke, welcher Prozentanteil darin enthalten sein sollte, muss jeder selber entscheiden.

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DIE KRUX MIT DER SENSORGRÖSSE…

Zunächst etwas zur Aufklärung: „Image Stabilisation“ = Canon - „Optical Steady Shot“ = Sony - „Optical Stabilizer“ = Sigma „Vibration Compensation“ = Tamron - „Optical Image Stabilizer“ = Panasonic + Fujifilm „Vibration Reduction“ = Nikon - „IBIS“ = Olympus so heißen die Bildstabilisatoren bei den einzelnen Herstellern! Sie haben alle eines gemein: Sie sollen dafür sorgen, das von uns aufgenommene Bilder nicht so leicht „verwackeln“ und damit unscharf werden. Es gibt zwei Varianten der Bildstabilisation. Die erste und gängigste ist die im Objektiv befindliche Variante. Die zweite (noch nicht ganz so gängig, aber immer mehr in den Vordergrund drängend) ist die auf dem Sensor befindliche Variante. Beide Varianten sind wunderbar, stellen sie doch Belichtungszeiten zur Verfügung, die früher undenkbar waren. Von bis zu sechs(!?) Lichtwerten (LW - Blenden) ist die Rede. Aber Vorsicht: Die schummeln genauso wie die gesamte Autoindustrie beim Benzinverbrauch! Drei manchmal vier LW sind immerhin möglich , aber auch nicht sicher. Besser ist auf jeden Fall es auszuprobieren, da dies von Anbieter zu Anbieter schwankt! Nur so kann letztendlich vermieden werden, verwackelte Bilder zu bekommen. Beispiel: alte Regel: Brennweite-100mm = Verschlusszeit: 1/125 mit Antivibration: Brennweite-100mm = Verschlusszeit: 1/15 (drei Lichtwerte) u.s.w. Nun zur Krux: Die Bildstabilisatoren (egal ob im Objektiv oder am Sensor) arbeiten IMMER! Ausgangspunkt ist, das die Erbauer davon ausgehen, das kein Mensch eine Kamera total ruhig halten kann. Deshalb haben sie einen „Antiverwackelungsalgorythmus“ („geniale“ eigene Wortschöpfung) eingebaut, der diesen Ausgangspunkt berücksichtigt! Egal in welcher Position sich die Kamera befindet, es wird „antiverwackelt“! Aber leider auch dann, wenn die Kamera sich auf einem Bohnensack oder auf einem Stativ befindet, was in aller Regel zu unscharfen Bildern führt. Deshalb die eherne Regel: Wenn die Kamera irgendwo aufliegt (Stativ, Bohnensack, auf Boden, in Astgabel eingeklemmt etc.) immer vorher die „Antivibration“ abschalten; beide, sowohl am Objektiv und/oder an der Kamera! Anekdote: Vor Jahren, bei der Sternefotografie (Zeit: 27 Sek, Blende: 2,8, ISO: 1600, Stativ, Einstellung: 240 Bilder hintereinander) hatte ich dies vergeeeessssseeeen; Ergebnis: alles Müll nach ca. Anderthalb Stunden! Weltklasse…

ISO-AUTOMATIK! von Günter Albensoeder

Neben Zeit und Blende ist der Iso-Wert eine der zentralen Einstellungen für Deine Kamera! Belichtungszeit und Blende regeln die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt, während der ISO-Wert die Lichtempfindlichkeit des Sensors (mal ganz einfach ausgedrückt) bestimmt. Für alle drei Werte gibt es Automatiken (Zeitautomatik, Blendenauto- matik, ISO-Automatik). Schauen wir uns mal die ISO-Automatik an: Heutige Kameras haben ein sehr großes Spektrum bei den ISO-Werten. Sie können ISO 12.800 und höhere Werte enthalten. Die beste Qualität erhält man bei der Verwendung des „nativen“ ISO-Wertes. Das ist der Wert, bei der das Signal nicht verstärkt wird (wieder einfach ausgedrückt). Meistens liegt diese ISO-Wert zwischen 100 oder 200 ISO. Bei höheren Werten kann sich das Rauschen des Bildes mehr oder weniger erhöhen. Moderne Sensoren bieten aber inzwischen eine deutlich bessere „Rauschfestigkeit“ an, als ältere Modelle. So fängt sichtbares Rauschen häufig erst bei 3.200 oder sogar erst 6.400 ISO an. Bei JPG-Fotos direkt aus der Kamera rechnet die JPG- Engine schon viel Rauschen raus. Bei RAW-Bildern muss man in der Nachbearbeitung vielleicht etwas nachsteuern. Durch Probeaufnahmen kann man die „Rauschfestigkeit“ seiner Kamera anhand verschiedener ISO-Einstellungen schnell testen. Nun könnte bei jeder Aufnahme der ISO-Wert je nach Lichtverhältnissen separat eingestellt werden – leider fehlt dafür häufig die Zeit. Darum bietet sich die ISO-Automatik an. Diese kann (je nach Kameramarke) unterschiedlich eingestellt werden. Wie vermeide ich nun, dass bei schlechten Lichtverhältnissen ein viel zu hoher ISO-Wert von der Kamera gewählt wird? In dem Kameramenü lässt sich bei der ISO-Automatik der ISO-Wert nach oben begrenzen! In diesem Kameramenü kann (meistens) auch die längste Belichtungszeit vorgeben werden. Warum ist das sinnvoll? Die Belichtungszeit ist ein wesentlicher Faktor, um Unschärfe, die durch Bewegungen des Motivs oder der Kamera entstehen, zu vermei- den. Wenn hier ein Wert von z.B. 1/250 festlegt wird, werden Objekte, die sich halbwegs normal bewegen, i.d.R. scharf abgebildet. Sollten die Lichtverhältnisse für den voreingestellten Blendenwert nicht ausreichen, erhöht die Kamera automatisch die Belichtungszeit. Die ISO-Grenze wird nicht überschritten. Was habe ich nun mit diesen Einstellungen erreicht? Ich kann Fotos „aus der Hüfte“ schießen! Ideal ist dabei die Wahl der Zeitautomatik (A bzw. AV), mit der die Blende festgelegt wird. Die Blende wirkt durch die damit gesteuerte Tiefenschärfe bildgestaltend. Um weitere Einstellungen (Blende, Zeit, ISO) braucht man sich dann praktisch nicht mehr zu kümmern – es sei denn, es wird eine kürzere Belichtungszeit benötigt (schnell bewegende Objekte). Dann muss die Mindestbelichtungszeit verändert oder in die Blendenautomatik (S bzw. Tv) gewechselt werden.
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DIE KRUX MIT DER SENSORGRÖSSE…

Zunächst etwas zur Aufklärung: „Image Stabilisation“ = Canon - „Optical Steady Shot“ = Sony - „Optical Stabilizer“ = Sigma „Vibration Compensation“ = Tamron - „Optical Image Stabilizer“ = Panasonic + Fujifilm „Vibration Reduction“ = Nikon - „IBIS“ = Olympus so heißen die Bildstabilisatoren bei den einzelnen Herstellern! Sie haben alle eines gemein: Sie sollen dafür sorgen, das von uns aufgenommene Bilder nicht so leicht „verwackeln“ und damit unscharf werden. Es gibt zwei Varianten der Bildstabilisation. Die erste und gängigste ist die im Objektiv befindliche Variante. Die zweite (noch nicht ganz so gängig, aber immer mehr in den Vordergrund drängend) ist die auf dem Sensor befindliche Variante. Beide Varianten sind wunderbar, stellen sie doch Belichtungszeiten zur Verfügung, die früher undenkbar waren. Von bis zu sechs(!?) Lichtwerten (LW - Blenden) ist die Rede. Aber Vorsicht: Die schummeln genauso wie die gesamte Autoindustrie beim Benzinverbrauch! Drei manchmal vier LW sind immerhin möglich , aber auch nicht sicher. Besser ist auf jeden Fall es auszuprobieren, da dies von Anbieter zu Anbieter schwankt! Nur so kann letztendlich vermieden werden, verwackelte Bilder zu bekommen. Beispiel: alte Regel: Brennweite-100mm = Verschlusszeit: 1/125 mit Antivibration: Brennweite- 100mm = Verschlusszeit: 1/15 (drei Lichtwerte) u.s.w. Nun zur Krux: Die Bildstabilisatoren (egal ob im Objektiv oder am Sensor) arbeiten IMMER! Ausgangspunkt ist, das die Erbauer davon ausgehen, das kein Mensch eine Kamera total ruhig halten kann. Deshalb haben sie einen „Antiverwackelungsalgorythmus“ („geniale“ eigene Wortschöpfung) eingebaut, der diesen Ausgangspunkt berücksichtigt! Egal in welcher Position sich die Kamera befindet, es wird „antiverwackelt“! Aber leider auch dann, wenn die Kamera sich auf einem Bohnensack oder auf einem Stativ befindet, was in aller Regel zu unscharfen Bildern führt. Deshalb die eherne Regel: Wenn die Kamera irgendwo aufliegt (Stativ, Bohnensack, auf Boden, in Astgabel eingeklemmt etc.) immer vorher die „Antivibration“ abschalten; beide, sowohl am Objektiv und/oder an der Kamera! Anekdote: Vor Jahren, bei der Sternefotografie (Zeit: 27 Sek, Blende: 2,8, ISO: 1600, Stativ, Einstellung: 240 Bilder hintereinander) hatte ich dies vergeeeessssseeeen; Ergebnis: alles Müll nach ca. Anderthalb Stunden! Weltklasse…

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